Herausforderungen in der phasenorientierten Behandlung von Patient*innen mit komplexen dissoziativen Störungen - Leitung: Suzette Boon

Seminar
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Fragebogen
  • 4 Übersicht
S-23
Ein phasenorientiertes Behandlungsmodell wird allgemein als das erfolgreichste unter Therapeut*innen akzeptiert, welche komplexe traumabedingte Störungen behandeln. Nach der Beurteilung und Fallformulierung wird in der ersten Behandlungsphase die Notwendigkeit einer sorgfältigen Stimulation und Regulierung der Erregung betont, da viele dieser Patient*innen Angst haben vor der Therapie und dem* / der* Therapeut*in, zu regulatorischen Schwierigkeiten neigen und keine wesentlichen Lebenskompetenzen besitzen.
Es kann eine herausfordernde Aufgabe sein, eine Arbeitsallianz mit Patient*innen mit einer dissoziativen Störung zu finden, da viele dieser Patient*innen auch schwerwiegende Bindungsprobleme haben. Wütende, aggressive und selbstzerstörerische Teile beeinträchtigen häufig die therapeutische Beziehung, um den* / die* Patient*in zu schützen. Bedürftige Patient*innen können die therapeutische Beziehung unter enormen Druck setzen, wenn der* / die* Therapeut*in das Bedürfnis nach Rettung verspürt.
Die Behandlung dieser Patient*innen hat jedoch noch viele weitere Herausforderungen:
• Was tun wir, wenn keine unserer Stabilisierungstechniken funktioniert?
• Was machen wir, wenn ein*e Patient*in die gesamte Sitzung dissoziiert?
• Was machen wir, wenn sich ein*e Patient*in in der Sitzung verletzt? Was tun wir, wenn wir während der Behandlung feststellen, dass der Missbrauch immer noch andauert?
• Woher wissen wir, dass wir genug Stabilisierungsarbeit geleistet haben, um die Entscheidung zu treffen, in Phase 2, der Behandlung traumatischer Erinnerungen, fortzufahren?
• Und wie und wo beginnen wir in der Phase 2-Behandlung?
• Und zu guter Letzt: Wie können Therapeut*innen weiterhin „stark genug“ sein, um sehr schwierige Therapieprozesse zu überstehen und Burn-out zu verhindern?
Diese und viele andere Fragen werden in diesem zweitägigen Workshop behandelt. Rollenspiele und Videovignetten verschiedener Therapien werden Teil des Trainings sein.

Der Workshop ist mit deutschsprachiger Übersetzung.

Das Seminar findet unter Leitung von Suzette Boon und ärztlicher Leitung von Gabriele Heyers statt.
Salesianum, St.-Wolfgangs-Platz 11, 81669 München
440,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

Mitgliedsrabatt: 400,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

17.12.2021 09:30 - 17:00

18.12.2021 09:30 - 17:00

Dr. Suzette Boon

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