Frakturierte welt und vielfaches Ich - Eintauchen in das Erleben von Menschen mit dissoziativen Phänomenen und komplexen Traumafolgestörungen - Unter Leitung von Christina Fischer

Seminar
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Fragebogen
  • 4 Übersicht
S-15
Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen fällt es im Alltag aber auch im therapeutischen Setting oft schwer, den Kontakt zu sich selbst, der Umwelt und zu anderen Menschen konstant zu halten. Reize von außen, Beziehungsangebote oder Interventionsansätze können dissoziative Phänomene ebenso auslösen wie das innere Erleben und Empfindungen im Körper. Dies kann dazu führen, dass Betroffene den Bezug zum Hier und Jetzt verlieren, nicht mehr unmittelbar oder nur noch verzögert bzw. befremdlich reagieren. Sie berichten möglicherweise im Nachhinein von Erinnerungslücken oder verzerrten Wahrnehmungen, Gefühlen von Scham, Angst und eine tiefe Verunsicherung, von der Empfindung, „Eingefroren und Ausgeliefert sein“, von inneren Stimmen, Erinnerungsfetzen, die sie nicht zuordnen können sowie von anderen Eindrücken. Umso wichtiger ist es, den Kontakt zum Klienten zu halten und den Bezug zum Hier
und Jetzt immer wieder herzustellen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die eigene Stabilität. Damit Sie einen Einblick und vertieftes (emotionales) Verständnis für die Situation Ihrer Klient*innen bekommen können, lädt dieser Workshop dazu ein, den Platz zu tauschen und Ihre Rolle zu wechseln. Ausgewählte Übungen vermitteln Ihnen im Dialog einen Eindruck davon, welche Aspekte dabei eine Rolle spielen, warum und wann Interventionen verstörend oder hilfreich und auf welche Art sie ungünstig oder günstig sein können. Reaktionen des Gegenübers sowie die eigene Wahrnehmung und das Vorgehen im Beratungs- oder therapeutischen Kontext können dadurch noch einmal anders betrachtet werden.

Folgenden Fragen soll im Workshop nachgegangen werden:
• Welche Herausforderungen und Schwierigkeiten gibt es im Kontakt mit Betroffenen und wie werden diese erlebt?
o Überflutung von außen und von innen (Reize, Anteile, Körperempfindungen)
o Dissoziation
o Switches und Erinnerungslücken
o Verwechslung zwischen Jetzt – und Traumazeit

• Welche Annahmen über das Verhalten der* / des* Therapeut*in /Berater*in und die Welt können bestehen?
• Was bedeutet dies für das gegenseitige Miteinander und in Bezug auf Interventionsansätze?
• Wie kann es gelingen, sich selbst und die* / den* Betroffene*n wieder im Hier und Jetzt zu verankern?

Methodische Hinweise:
• Interaktive und integrative Trainingsmethoden (Moderationsmethoden, Elemente aus Psychodrama bzw. ImproTheater, Elemente aus der Existenzanalyse sowie dem ZRM) unterstützen die Wechsel der Perspektiven und regen zur Selbstreflektion und zum gegenseitigen Austausch an. Ergänzend sorgen Stabilisierungsübungen und fachliche Impulse dafür, auf die Metaebene zu wechseln und die Erfahrungen einzuordnen.

Das seminar findet unter Leitung von Christina Fischer und ärztlicher Leitung von Gabriele Heyers statt
THZM, Seminarzentrum, Horemansstraße 8 Rgb., 80636 München
198,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.
Mitgliedsrabatt: 180,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

öffentlich

20.09.2021 09:30 - 17:00

Gabriele Heyers

Christina Fischer

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