Scham und Intimität - ein zweitägiges Lehrseminar über die Essenz von Menschen - unter Leitung von Dr. Schmidt

Seminar
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Fragebogen
  • 4 Übersicht
S-43
Kinder finden ein Skelett im Gebüsch. Das ist der, der beim Versteckspiel gewonnen hat. Chronische Scham ist immer unsichtbar, für andere und meist für uns selbst. Und dennoch können wir nicht leben, gefangen in der Isolation von Scham. Internalisierte
Scham ist eine tiefe und intime Beziehung der Selbstablehnung und bezieht sich auf uns als ganze Person, auf unser So-Sein. Scham verstellt uns den Weg zu uns selbst. Ein endloses Versteckspiel vor meinem Wesenskern und vor der gefühlten Begegnung mit anderen erhält die Dynamik am Leben. Internalisierte Scham ist mehr als ein „soziales“ Gefühl. Sie wird zum Zentrum von Selbstentwertung, Entblößung, Selbsthass und bildet den Kern einer schmerzlichen Selbstentfremdung. Scham ist eine innere, psychophysische Dynamik, die tief in unsere Selbstregulation und damit in unsere interpersonale Kontaktund Beziehungsfähigkeit eingreift. Wir bleiben sprachlos und können uns selbst nicht aus diesem inneren psychophysiologischen Zustand befreien. Scham blockiert den Ausdruck aller anderen Gefühle und die vorsprachliche Entstehungsgeschichte hat keine Worte. Wir brauchen, was wir am meisten fürchten. Wir brauchen den feinfühligen, behutsamen und oft intimen Kontakt des anderen. Nur im Kontakt mit anderen kann sich chronische Selbstablehnung in Selbstsein transformieren.
Der Wunsch nach Nähe und intimen Kontakt ist begleitet vom Verlangen sich vom anderen gefühlt zu fühlen („feel felt“). Das Erleben-Wollen von purem Sein, auch in Begegnung mit dem anderen, entspringt unserer tiefsten Gesundheit. Aber die Sehnsucht Ich selbst zu sein erfordert Tiefenkontakt mit mir selbst für eine gefühlte Verbindung mit dem
Anderen. In zwei Seminartagen werden wir uns dem Phänomen versuchen behutsam zu nähern.
Ein Verständnis von Entwicklungstrauma wird uns ebenso nützlich sein, wie das Entwickeln von Feinfühligkeit, Behutsamkeit und interaktioneller Feinregulation.
Bitte beachten: Es handelt sich um ein Lehrseminar, in dem Grundlagen für ein Verständnis von Schamdynamiken gelegt wird. Es handelt sich NICHT um ein Prozess-Seminar zur Bearbeitung eigener Schamdynamiken.
THZM, Seminarzentrum, Horemansstraße 8 Rgb., 80636 München
398,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

Mitgliedsrabatt: 360,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

07.02.2022 09:30 - 17:00

08.02.2022 09:30 - 17:00

Dr. Johannes Benedikt Schmidt

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