C36 Curriculum Traumazentrierte Fachberatung | Traumabelastete Kinder und Jugendliche stützen Hilfreiche Strategien, Interventionen und Ansatzpunkte - 22./23.07.2022

Curriculum
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Fragebogen
  • 4 Übersicht
C-36
Kinder sind entwicklungsbedingt und durch ihre abhängige Rolle innerhalb familiärer Systeme durch belastende Ereignissen in besonderem Maße gefährdet. Daneben sind Kinder in der Psychotraumatologie anders, als lange gedacht, keine kleinen Erwachsenen.
Der Umgang mit dem Verlust von Sicherheit oder die Wahrnehmung unbekannter, ängstigender Symptome und Veränderungen an sich selbst bringt das Verständnis der eigenen Welt ins Wanken. Die Verarbeitung potentiell traumatisierender Erfahrungen stellt Kinder vor andere Fragen als Erwachsene, braucht andere, braucht kindgerechte Unterstützung. Und: Kinder brauchen starke, verfügbare und sichere Bezugspersonen, wenn die eigene Orientierung verloren geht.

Wie stärken wir Eltern und andere Bindungspersonen als stabile Bezugspunkte für das kindliche Erleben? Was brauchen Kinder selbst in der Zeit nach einem traumatisierenden Ereignis? Worin unterscheidet sich ihre Verarbeitung von der Erwachsener und was bedeutet das für eine hilfreiche Begleitung?
Der Workshop geht diesen Fragen nach und will praxisbezogen hilfreiche Techniken und Ansätze zum Umgang mit entstehender Symptomatik und bedeutsame Regeln in Beratung, Begleitung und Therapie vermitteln. Unter der Überschrift “Das versteht sie*/er* doch noch gar nicht – tut sie*/er* doch!“, sollen zentrale Grundlagen kindlicher Entwicklungspsychotraumatologie und deren konkrete Folgen für Beratung und Therapie anschaulich vermittelt werden.

• Hierauf aufbauend soll ein differenzierender Überblick über Folgen singulärer bis hin zu sequentieller und komplexer Traumatisierung im Kinder- und Jugendbereich gegeben werden.

• “Von Metaphern und Bildern“ will in Workshopform bewährte Interventionen nicht nur für Kinder vorstellen und erproben.

• Eine systemische Sichtweise auf einschneidende Erlebnisse und deren Folgen endet nicht im familiären Nahfeld. Kindliche Bewältigung wird nicht nur von den Eltern sondern ebenso durch Erfahrungen in Schule, Hort oder Kindergarten mitgestaltet – erleichternd oder erschwerend. “Damit alle am gleichen Strang ziehen“, erweitert deshalb den Blick um professionelle Bezugs-personen. Ansätze und erprobte Methoden des Elternteachings, der Arbeit mit Erzieher*innen, Pädagog*innen und Lehrer*innen stehen hier im Fokus.

Dieses traumapädagogische Vertiefungsmodul legt seinen Schwerpunkt auf die praktische Vermittlung und Erprobung verschiedener Ansätze und Strategien. Es stellt eine sinnvolle Ergänzung zum traumpädagogischen Vertiefungsmodul “Trauma und Bindung“ dar, in dem Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen bei komplexen Folgen früher, sequentieller und meist interpersoneller Traumatisierung vermittelt werden. Die Abfolge der Module kann frei gewählt werden.
THZM, Seminarzentrum, Horemansstraße 8 Rgb., 80636 München
295,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

22.07.2022 09:30 - 17:45

23.07.2022 09:30 - 17:45

Anmelden